„Die Knochenfrau“ von Oliver Susami – Eine Rezension

Der Roman mit dem Titel „Die Knochenfrau“ von Oliver Susami ist schon etwas älter, 2013 veröffentlicht, beinhaltet 16 Kapitel inkl. Epilog und 313 Seiten.

Unter dem Titel stellte ich mir zu nächst ein hässliches, weibliches Skelett vor. Ich muss schon sagen der Titel ist sehr anziehend. Zumindest, wenn man es gruselig mag.

Kurze Erwähnung noch zum Einband. Alle Bücher die ich von Oliver Susami bis jetzt in meinem Regal stehen habe, sind schwarz, dunkel gehalten mit einer „weichen“ (?) Oberfläche. Es fühlt sich ganz gut an, hat aber den Nachteil, dass man schnell jeden Fleck, Fingerabdruck sieht. Das nur kurz angemerkt. Wäre ein Verbesserungsvorschlag meinerseits.

Schauen wir uns jetzt mal den Klappentext an:

„Ein unerwarteter Anruf und ein Besuch im Krankenhaus führen Lukas zurück an den Ort seiner Kindheit und Jugend, zurück nach Rothenbach. Eigentlich wollte Lukas nie mehr dorthin zurück, unter keinen Umständen. Doch Lukas gibt einer kranken Frau ein Versprechen… und es sind noch Rechnungen offen. Dieses Ding hat damals Lukas´ kleinen Bruder Daniel angegriffen, ebenso seinen besten Freund Peter. Ist er immer noch in der Psychiatrie? Hat Peter jemals wieder gesprochen? Lukas kehrt nach Rothenbach zurück, hinein in den tiefsten Schwarzwald. Es beginnt eine Suche, die zunächst aussichtslos erscheint… und dann passieren Dinge, die nicht passieren dürfen. [ Copyright Oliver Susami]“.

Wenn man den Titel und den Klappentext kombiniert kommt folgende Schlussfolgerung meinerseits: In dem Roman handeln wieder verschiedene Figuren, es gibt wieder einen Protagonisten, in diesem Fall Lukas. Die Aufgabe die Lukas erfüllen muss ist etwas zu suchen. Der Ausdruck „etwas“ ist auch ganz passend, da nicht klar ist wer oder was „das Ding“ ist. Dem Titel zu urteilen, ist das „Ding“ die „Knochenfrau“. Also besteht Lukas´ Aufgabe darin, die Knochenfrau zu finden. Und diese Suche kann ich euch sagen, hat es in sich.

Schon im ersten Kapitel hat es mir wie bescheuert in den Fingern gejuckt, ich wollte das Buch unter keinen Umständen weglegen. Mir ist es eiskalt den Rücken runtergelaufen, so sehr habe ich mich nach dem ersten Kapitel geekelt. Wie ich jetzt beim Rezensieren essen kann, weiß ich auch nicht genau.

Obwohl ich das Buch noch im letzten Jahr im Herbst gelesen habe, ist die Geschichte trotzdem noch präsent. Was so viel bedeutet wie: Es hat mich gepackt. Nach der kurzen Vorgeschichte, wird der Protagonist Lukas aus seinem gewohnten Umfeld gerissen, aus seinem eintönigen, langweiligen Alltagsleben. Und schon erkenne ich Parallelen zu den anderen Hauptfiguren der anderen Romane von Susami. Der Aufbau der Geschichten ähnelt sich auch stark. Es passiert etwas, dann wird der Protagonist aus seinem langweiligen Leben gerissen und dann beginnt die Suche nach des Rätselslösung / Erfüllung der Mission.

Ohne zu viel zu verraten zu wollen: Lukas macht sich nach einem Anruf auf den Weg ins Krankenhaus, wo eine alte Bekannte auf ihn wartet, sie hat in der Vorgeschichte einiges durchgemacht (der Tod ihres Mannes vor ihren Augen). Leider kann sie nicht mit ihm sprechen, der Kontakt gelingt durch „Zwinkern“. So schickt sie ihn nach Rothenbach, seinen Geburtsort. Erst dachte ich sie wäre vielleicht „die Knochenfrau“. Aber nein. Die Knochenfrau ist etwas ganz anderes.

Gemäß dem Klappentext kommt es in der Mitte des Buches zu diesen „Dingen, die nicht passieren dürfen“. Eine gruselige Katastrophe nach der anderen. Viele davon darf unser Protagonist Lukas haut, nein knochen-nah erleben. So manches Mal hätte ich gerne eingegriffen und ihm geholfen. Auf der anderen Seite habe ich mich selbst schon allein durchs lesen, so sehr davor gefürchtet „die Knochenfrau“ mal persönlich kennenzulernen.

Wer jetzt denkt, die Spannung des Buches befindet sich in der Mitte, den muss ich enttäuschen. Das Finale kommt erst noch zum Schluss. Und es ist so mitreißend, dass man zusammenzuckt, wenn jemand an der Tür klopft, das Smartphone vibriert oder ein Schatten in das Zimmer fällt. Du liest und blätterst quasi immer schneller. Was soll ich sagen, ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen, in Rekordzeit.

Auch wenn es „nur“ 300 Seiten sind, fände ich eine Verfilmung auch spannend. Das Buch ist schon mal sehr gut, dann könnte der Film so schlecht nicht werden. Ich würde es aber dann als „Thriller“ und ab 16 laufen lassen.
Und sollte ich auf irgendeinem Ortsschild mal „Rothenbach“ lesen, werde ich direkt wieder umkehren.

Alles in Allem ist das eins der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe! Hut ab, Herr Susami! Ich freue mich auf weitere Geschichten!

Wenn ihr auch mal Buchtipps für mich habt, lasst mir gerne einen Kommentar da.

Eure Anna

Verfasst von

Hallo, schön, dass Du auf meinem Blog vorbei schaust! Ich bin Anna, 21 Jahre und Studentin. Meine Heimat und mein Zuhause ist Münster (NRW, Deutschland). Aktuell studiere ich in Wilhelshaven (Niedersachsen, Deutschland). Ich pendel also häufig zwischen diesen beiden Städten. Euch erwartet auf meinem Blog abwechslungsreicher Content zu Selbstbewusstsein/Selbstwert, Motivation, Travel, Rezensionen und die ein oder andere Kleinigkeit zu kreativen Themen. Im Fokus stehen die Motivation und das Selbstbewusstsein! Ich möchte dich inspirieren und zum Lächeln bringen.

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