Meine Top 5 Fehler im ersten Semester: Ersti-Fehler vermeiden!

Als ich vor mehr als einem Jahr mein erstes Studium begann war ich voller Vorfreude. Stolz wie ein kleines I-Männchen vor dem ersten Schultag und genauso habe ich mich auch verhalten. Ich war ganz aufgeregt, habe unzählige Schreibwaren, eine neue Schul Uni-Tasche, und sonstigen Kleinkram gekauft. Über mein Outfit schon zwei Wochen vorher Gedanken gemacht und konnte den ersten Tag kaum abwarten. Auch nach den ersten Info-Veranstaltungen und der Ersti-Messe war meine Nervosität stets mein Begleiter. Doch dann habe ich Fehler gemacht, welche mir das erste Semester unnötig erschwerten und mir die Lust am Studieren schnell verloren gegangen ist.
# Platz 5

Ich habe mir viel zu viel vorgenommen! Frisch aus der Schule mit einem festen Stundenplan – an die Uni mit der (fast) uneingeschränkten freien Wahl der Themen und Zeitverteilung nach meinen Vorstelllungen, habe ich mir das Semester unglaublich vollgepackt. Das ich am Ende vor 5 Klausuren, 2 Hausarbeiten und 2 Referaten gestanden hätte. Den gleichen Fehler habe ich im Sommersemester dann übrigens wiederholt. Da ich im ersten Semester auch noch mit dem Bus von auswärts pendeln musste hat meinen straffen Zeitplan unglaublich gequetscht. Und auch für eine vernünftige Vor- und Nachbereitung der Materialien und Hausaufgaben hatte ich kaum Zeit.

#Platz 4

Sehr passend zu Platz 5 habe ich insgesamt das Niveau unterschätzt. Natürlich ist ein Studium etwas ganz anderes. Aber ich hatte nicht gedacht, dass von mir erwartet wird unglaublich viel zu wissen bzw. Informationen die uns in der Schule niemand beigebracht hat. Und von nötigen Vorkenntnissen (außer bestimmte Sprachvorkenntnisse) hatte ich mit nichts gerechnet. Zusammen mit meinem schrecklichen eingespannten Zeitplan war das natürlich furchtbar demotivierend.

#Platz 3
Ich war vor allem die letzten Schuljahre sehr ehrgeizig und habe mich selbst immer wieder unter Druck gesetzt in bestimmten Fächern die Kursbeste zu werden und die beste Klausur zu schreiben. So bin ich im ersten Semester dann mit einer „Ich-schreib-jetzt-eine-Eins“- Einstellung in die allererste Klausur (in dem Fach, worin ich in der Schule schon immer unschlagbar war) gegangen und total abgestürzt. Ich bin d-u-r-c-h-g-e-f-a-l-l-e-n. Weil ich neben meiner Prüfungsangst, der neuen Situation (mit 100 Leuten in einem Hörsaal Klausur zu schreiben), meinem übersteigerten Ehrgeiz und dem eigenen Druck die Messlatte auf unerreichbare Höhe zu stecken irgendeinen Quatsch (in dem Moment dachte ich das wäre alles richtig…) auf das Papier geschrieben habe. Das hat mir einen extremen Dämpfer verpasst!
# Platz 2
Der Stundenplan zu voll, die Freizeit gar nicht mehr vorhanden, das Niveau zu hoch hatte ich gar keine Sichtweise mehr für die Sachen neben dem Studium: Hochschulsport, Hochschulgruppen, Freunde finden und treffen, über den Tellerrand hinausschauen etc. Für mich gab es nur dieses „Ich-muss-eine-super-vorzeige-Studentin-sein“. Ich habe es insgesamt zu ernst genommen. Dementsprechend habe ich die ganzen Ecken eines Studentenlebens überhaupt nicht mitbekommen. Ich war weder feiern, noch bei Gruppentreffen, noch beim Sport. Ich habe nur zu Hause am Schreibtisch gesessen und gelernt. Und demnach auch kaum Gelegenheiten Freunde zu treffen.
# Platz 1
Ich war nicht bei der O-Woche. Dieser dämliche Fehler hätte mir nicht passieren dürfen. Manchmal ist man einfach krank und kann nicht hingehen, aber bei mir gab es noch einen anderen Grund. Das Ziel der O-Woche ist augenscheinlich für viele sich vor Semesterbeginn ordentlich die Kante zu geben. Da ich aus Überzeugung absolut keinen Alkohol trinke, habe ich von Beginn an als Außenseiterin gefühlt – ohne zu überprüfen ob es auch Kommilitonen gibt, die auch nicht trinken.
Fazit
Das Semester war für mich so unglaublich stressig, dass ich gleich zu Beginn wieder abbrechen wollte. Ich hatte keinen Spaß, sah mich direkt überfordert, hilflos und „zu dumm für die Uni“, da ich an meinen eigenen unerreichbaren Zielen scheiterte und mir selbst kaum eine Chance gab mich auch neben dem eigentlichen studieren auszuprobieren. Im Endeffekt habe ich nur eine einzige Klausur angemeldet – und bin durchgefallen. Ich war im Semester so oft krank wie noch nie und mir ging es sehr schlecht. Ich hätte meinen Stundenplan nicht so vollpacken, meinen Perfektionismus begraben und alles ruhiger angehen sollen. Das weiß ich jetzt aber für zukünftige Semester. Freunde habe ich übrigens trotz der verpassten O-Woche durch verschiedene Kurse gefunden. Manchmal finden die tollen Leute dich bevor Du sie suchst. In meinem zweiten Studium habe ich am Start dann diese Fehler beherzigen können und sie nicht nochmal gemacht!

 

Mehr Tipps für Student/innen findet ihr hier. Oder unter der Kategorie: time to study.

Eure Anna

Verfasst von

Hallo, schön, dass Du auf meinem Blog vorbei schaust! Ich bin Anna, 21 Jahre und Studentin. Meine Heimat und mein Zuhause ist Münster (NRW, Deutschland). Aktuell studiere ich in Wilhelshaven (Niedersachsen, Deutschland). Ich pendel also häufig zwischen diesen beiden Städten. Euch erwartet auf meinem Blog abwechslungsreicher Content zu Selbstbewusstsein/Selbstwert, Motivation, Travel, Rezensionen und die ein oder andere Kleinigkeit zu kreativen Themen. Im Fokus stehen die Motivation und das Selbstbewusstsein! Ich möchte dich inspirieren und zum Lächeln bringen.

3 Kommentare zu „Meine Top 5 Fehler im ersten Semester: Ersti-Fehler vermeiden!

  1. Das liest sich, glaube ich, fast genau so schlimm, wie es für Dich damals gewesen ist. – Ich kann aber Deine damaligen Beweggründe, es so zu machen, wie Du es gemacht hast, sehr gut nachvollziehen. (Ich bin so ähnlich gewesen ….)

    Um so schöner ist es, dass Du „dier Kurve“ gekriegt hast und noch viel schöner, dass Du dennoch Menschen in Deinem Studienumfeld geroffen hast, die Dir Freunde geworden sind. Dies hier: „Manchmal finden die tollen Leute dich bevor Du sie suchst.“ – ist übrigens ein wunderschöner Satz. Nicht zuletzt, weil er stimmt …

    Viele liebe Grüße an Dich!

    Gefällt 1 Person

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