Das braucht ein „Ersti“ (nicht)! – 17 Tipps für Studentinnen und Studenten

Schon total aufgeregt vor dem Studienbeginn? So war ich auch und habe mir haufenweise Zeug gekauft, von dem ich überzeugt war ich würde es im Studium absolut brauchen und immer benutzen. Welche Dinge ich dann im Endeffekt (nicht) gebraucht habe zeige ich euch jetzt. Hier kommen 17 Tipps:

1. Notebook / Convertible

Eine gute Investition ist in ein gutes Notebook oder Convertible (Tablet + abnehmbarer Tastatur) zu investieren, wenn ihr keinen Laptop/PC zu Hause habt. Ich habe mir im ersten Semester ein relativ teures Convertible angeschafft und eigentlich nie benutzt. Mein theorie- und leselastiges Studium hat das nicht erforderlich gemacht. Recherchieren konnte ich zu Hause oder in der Bib (Bibliothek) und Textmaterial musste man sich leider immer ausdrucken. In dem anderen Fach haben wir immer mit Büchern und Arbeitsheften gearbeitet, weswegen ein Laptop auch hier überflüssig war! Es hängt stark vom Studiengang ab, ob man direkt im ersten Semester so etwas braucht. Ich hätte stattdessen lieber extrem viele Tintenpatronen und Druckerpapier kaufen sollen! Mittlerweile habe ich im dritten Semester das Notebook für andere Veranstaltungen tatsächlich auch gebraucht!

Tipp: Wartet die O-Woche ab und schaut erst in den ersten Uni-Wochen ob ihr sowas sofort fürs Studium braucht oder erst mal noch nicht!

2. Powerbank

Passend zum Notebook habe ich dann natürlich direkt eine Powerbank gekauft – und eine fürs Handy gleich dazu. Und ? Ich habe das Notebook eigentlich gar nicht gebraucht und die Powerbank erst recht nicht. Die Powerbank fürs Handy habe ich dann aber tatsächlich an langen Uni-Tagen gebraucht, da ich zu dieser Zeit noch gependelt habe und ohne Musik die Busfahrt nicht überlebt hätte.

Also Powerbank fürs Notebook ? Nicht notwendig. Powerbank fürs Handy? Gute Investition.

3. Uni-App / Lageplan der Uni

Vor dem Studienstart sollte man sich die Uni zumindest mal angeschaut haben, die Stadt am besten auch gleich! Doch auch nach der zweiten Uni-Woche findet man die Gebäude schlecht und Räume erst gar nicht – Das wird übrigens erst im dritten Semester besser: D!
Manche Universitäten haben online Lagepläne oder sogar Apps – also einfach mal schauen. Ich kann gar nicht mehr sagen wie oft ich Google Maps gebraucht habe um einen blöden Hörsaal zu finden – und das obwohl ich hier heimisch bin!!! Ganz besonders schön ist es übrigens, wenn Du das Navi beim Fahrradfahren noch an hast und dir die nette Frauenstimme plötzlich zwischen der Musik „ In 100 Metern biegen Sie bitte links ab“ ins Ohr flüstert. Mittlerweile kenne ich mich gut aus und brauche das Navi nur noch wenn ich mich im Dunkeln verfahren habe.

Übrigens eine Bus-App ist auch hilfreich, wenn das Fahrrad mal kaputt oder geklaut ist!

4. Stabilen Rucksack

Man könnte ja auch einfach die alte Schultasche weiter benutzen – aber nach einigen Jahren ist diese Tasche meist auch hinüber und man möchte für den ersten Uni-Tag in neuem „Glanz“ erstrahlen. Ich habe mir zum ersten Semester zwar einen Rucksack gekauft, aber einen sehr billigen und glaubt mir, der hat so gar nichts ausgehalten. Also es lohnt sich auf jeden Fall in Qualität zu investieren! Ich würde einen Rucksack vor allem empfehlen, wenn ihr: Fahrrad fahrt, Rückenprobleme, lange Uni-Tage, gerne viel einpackt und/oder grundsätzlich viel zu schleppen habt!
Ich benutze meinen neuen Rucksack mittlerweile sogar zum Einkaufen! Absoluter Liebling!

5. Bib – Bag

Noch so eine Sache wo sich abwarten lohnt. Die Bib-Bag. Eine transparente Tasche für die Bibliothek, wo man den Inhalt sieht um seine Lernsachen mit rein zu nehmen, da man seine Jacke und Taschen immer einschließen muss! Ich habe mir relativ früh eine Bib-Tasche zugelegt, da ich für einen Seminarraum immer durch eine Bib musste und meine ganzen Bücher + Wasserflasche + Etui etc. nicht immer die Treppen so hochtragen wollte. In der Bib an sich gibt es eigentlich immer „Einkaufs“-körbe aus Plastik wo man seine Sachen rein tun kann. Die sind bei Stoßzeiten allerdings oft vergriffen. Aber in der Bib lerne ich sowieso fast nie.

6. Studentenplaner & Organisation

Ein bisschen Organisation muss sein. Gerade in den ersten Wochen ist die Informationsüberflutung vorprogrammiert. Dann braucht man eine gute Struktur, Platz zum Notieren von wichtigen Terminen, Passwörtern, Namen und Räumen. Außerdem sollte man auch seine Freizeit auf dem Schirm haben um nicht im Chaos komplett einzusinken. Ich hatte schon in der Schule jedes Jahr einen Kalender und grundsätzlich ein sehr durchgeplanter Mensch und kann nur empfehlen: wer in der Schule keinen Kalender gebraucht hat – Jetzt brauchst Du definitiv einen!
Wer sich keinen kaufen will – Auf den meisten Ersti-Messen werden häufig welche kostenlos verteilt. Oder ihr ladet euch eine kostenlose App runter.

Außerdem lohnt es sich oft zusätzlich einen großen Kalender an die Tür oder Wand zu hängen damit man immer im Blick hat wie viele Wochen es noch bis zu den Klausuren oder Ferien sind!

7. Etui(s)

Mit dem Stifteetui / der Stiftemappe ist es so ähnlich wie mit der Schultasche. Man könnte es ja weiterbenutzen – aber man will oder kann einfach nicht. Und weil ich dachte, ich bräuchte 100 Stifte in der Uni habe ich auch gleich mehr als ein Etui gekauft. Ziemlich dämlich so im Nachhinein! Je nach Studiengang brauchst Du unterschiedliche Schreibmaterialien! Deshalb würde ich auch hier erst mal die O-Woche abwarten.
Ich habe zum Mitschreiben tatsächlich meist nur einen Kugelschreiber oder Füller und einen Textmarker gebraucht. Zu Hause habe ich natürlich mehr Sachen benutzt, aber für die Vorlesung hat ein kleines Etui mit vier Stiften, Sticky Notes und Radiergummi tatsächlich gereicht. Manche Leute schreiben gerne mit dem Notebook mit – ich finde aber, das Tippen nervt extrem und ich kann mir Sachen besser merken die per Hand aufgeschrieben habe.

8. Blöcke

Als würde ich für die Schule einkaufen. Habe ich mir am Anfang Blöcke in blanko, kariert und liniert gekauft! Und das für ein Studium mit einer Fremdsprache und einer Geisteswissenschaft *lach* ! Kariert und Blanko habe ich tatsächlich nicht gebraucht. Aber dafür umso mehr liniert – schon dämlich. Vor allem immer die Linkshänderblöcke – da mich die Ringbindung immer so stört. Aber mittlerweile drehe ich die normalen Blöcke einfach um und hefte auch in den Mappen „falsch rum“ ab. Zusammenfassungen habe ich dann aber meistens auf DinA3 blanko Blöcken gemacht (MindMaps etc.) oder am Laptop.

9. Haftnotizen – Sticky Notes und Washi Tape

Ich habe sicherlich eins gelernt: Dekorieren im Studentenkalender ist sowas von unnötig! Ich habe mir durch mein Bastel-Hobby eine große Washi-Tape und Sticky-Notes-Sammlung zugelegt und alles beklebt was nicht bei drei auf dem Baum saß. Natürlich auch Blöcke und Mappen. Ganz schön – aber unnötig. Vor allem an Sticky Notes habe ich nun so viele – das reicht bestimmt noch drei Jahre lang, vor allem auch in verschiedenen Formen (die nicht so gut halten). Es ist sicherlich gut so etwas zu besitzen, aber ich würde meinem Ich vor einem Jahr dazu raten nur eine Packung zu kaufen und nicht alles zu bekleben…

10. Ordner

Mittlerweile bin ich bei großen Ringbuchordnern und kleinen Mappen mit Gummizug hängen geblieben. In den großen Ordnern hefte ich am Ende des Semesters alles ab was relevant ist und in den Mappen befindet sich immer das aktuelle Material. Ich habe mich da aber auch schon durch verschiedene Konzepte durchprobiert – da muss jeder selbst schauen. Pappmappen haben zu wenig ausgehalten, Schnellhefter waren mir dann bei 100 Seiten pro Sitzung auch zu wabbelig und instabil, dünne Ringordner waren dann bei 4 Kursen pro Tag auch zu schwer, ein großer Ordner zu unhandlich in kleinen Räumen. Es kommt immer darauf an, ob euer Studium eher papierlastig ist oder eher „digital“.

11. Bücher

Einführungsbücher werden in bestimmten Kursen oft empfohlen sind aber häufig nicht obligatorisch (verpflichtend). Viele Bücher gibt es in der Bib und ein Kauf ist verschwendetes Geld! Auch wenn ein Dozent (oft sein eigenes Buch) hoch lobt und empfiehlt, sage ich euch: NICHT NEU KAUFEN! Die meisten Bücher kann man auf Uni-Flohmärkten über Social Media Seiten oder über bestimmte Portale gebraucht viel günstiger erwerben. So habe ich die meisten Bücher gebraucht gekauft – aber nur die die ich unbedingt gebraucht habe! Ihr spart dadurch wirklich viel Geld!
Ähnlich kann es auch mit speziellen – fächerabhängigen Materialien wie z.B. Taschenrechner sein.

12. Karteikarten und Karteikartenkasten

Der Karteikasten war für die Fremdsprache am Anfang super! Allerdings war er so schnell voll, dass ich mittlerweile mit einer App meine Karteikarten sortiere und die Vokabeln eingebe. Hat sich gelohnt – jetzt sind in der App schon 5000 Vokabeln und keine ist doppelt, was im Karteikasten durchaus passieren könnte. Karteikarten eignen sich aber super zum Organisieren von Klausurvorbereitung/Zusammenfassungen/Prüfungsfragen.

13. Drucker

Wie oben schon genannt, musste ich für das Studium oft sehr viele Seiten ausdrucken. Tipp: Druckt mindestens vier Folien auf eine Seite und am besten doppelseitig um Papier zu sparen. Ein eigener Drucker war für mich daher sinnvoll!

14. Coffee-To-Go-Becher

Kann man natürlich auch für Tee (als Nicht-Kaffee-Trinker) benutzen. Diese Einweg-Dinger sind nicht nur umweltschädlich sondern auch manchmal nicht richtig dicht. Es lohnt sich echt das Geld für einen To-Go-Becher zu investieren! Es gibt so viele coole Modelle!

15. Eine Wasserflasche mit Obst-Einsatz

Totaler Schwachsinn und ein persönlicher Fehlkauf! Ich bin diesem Trend natürlich auch hinter her gerannt. Die Flaschen waren meistens nicht mal dicht oder Obstfetzen sind durchs Wasser geschwommen… Es gibt sicher Leute die diese Flasche oft und gerne benutzen. Für mich persönlich war es nicht und ich weiß auch gar nicht wie ich damals auf die Idee gekommen bin…

16. Komplette Sportausstattung für einen Sportkurs

Nicht direkt am Anfang, aber im zweiten Semester habe ich dann auch Sportkurse beim Hochschulsport belegt: Volleyball. Und ohne vorher zu schauen, ob das überhaupt meine Sportart ist, habe ich drei Wochen vorher Trikot, Shorts, Volleyball-Schuhe und eine Volleyball-Sporttasche gekauft… Im Endeffekt war ich nicht regelmäßig da (zu viel zu tun) und habe die Kleidung seit diesem Semester nicht mehr benutzt. Bin aber trotzdem daran interessiert in der Zukunft wieder in der Sportart einzusteigen. Also wenn ihr normale Sportkleidung habt, schaut euch den Kurs erst mal in Ruhe an bevor ihr die komplette Ausrüstung kauft!

17. Kleinkram

Manchmal bekommt man zum Uni-Start Kleinigkeiten geschenkt – eine schöne Geste, aber manchmal wird man auch dazu verleitet viel Quatsch zu kaufen. Z.B. einen Tacker im Giraffen-Motiv – ich sag euch, wenn ihr dann im vierten Semester oder so seid ist euch das Teil wahrscheinlich peinlich. Bescheuert war auch der Kauf von einem Vogel mit gummiartigen Federn als stehender Stift… Genauso ist es auch mit Reisegrößen in der Uni-Tasche: Vor allem bei uns Frauen 😀 . Ich brauche in der Uni aber keine hundertste Mini-Handcreme, Parfüm oder Nagellack.

Wenn ihr aus meinen Fehlern im ersten Semester lernen wollt, dann schaut euch doch meinen letzten Blogbeitrag an. Mehr Tipps für Student/innen findet ihr hier.

Liebe Grüße,

Anna

Verfasst von

Hallo, schön, dass Du auf meinem Blog vorbei schaust! Ich bin Anna, 21 Jahre und Studentin. Meine Heimat und mein Zuhause ist Münster (NRW, Deutschland). Aktuell studiere ich in Wilhelshaven (Niedersachsen, Deutschland). Ich pendel also häufig zwischen diesen beiden Städten. Euch erwartet auf meinem Blog abwechslungsreicher Content zu Selbstbewusstsein/Selbstwert, Motivation, Travel, Rezensionen und die ein oder andere Kleinigkeit zu kreativen Themen. Im Fokus stehen die Motivation und das Selbstbewusstsein! Ich möchte dich inspirieren und zum Lächeln bringen.

10 Kommentare zu „Das braucht ein „Ersti“ (nicht)! – 17 Tipps für Studentinnen und Studenten

  1. Als Studentin habe ich deinen Beitrag echt gern gelesen 🙂 Wo studierst du? Und was? Übrigens, das mit dem Goggle-Maps nicht ausschalten kenne ich – ist echt peinlich, wenn man im Seminarraum sitzt und plötzlich lautstark jemand sagt „Kein GPS Signal gefunden“ 😀

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    1. Hallo Marie-Theres,
      Danke für dein Feedback☺.
      Ich studiere jetzt Medienwirtschaft und Journalismus in Wilhelmshaven (vorher Lehramt in Münster; dazu hab ich auch einen Beitrag verfasst, bei Interesse findest Du den auch auf meinem Blog ☺). Was studierst Du ? Und Wo ?
      Ja, das mit dem GPS Signal ist echt peinlich 😁.
      Liebe Grüße
      Anna

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      1. Das klingt echt interessant! Ich wollte anfangs auch Journalismus studieren, habe mich dann aber nach einem Praktikum im Zeitungsverlag doch dagegen entschieden. War nicht so ganz meins. Im Bachelor habe ich Anglistik/Amerikanistik und Germanistik studiert und mache jetzt meinen Master in Literaturübersetzen in Düsseldorf. Bleibe als in der Verlagsbranche 😀
        Danke für den Tipp, den Beitrag schaue ich mir auch einmal an 🙂

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      2. Niederlandistik habe ich noch gar nicht gehört. Aber das Land gefällt mir echt gut 😀
        Ja, die Grammatik und Linguistik war manchmal nicht so ganz einfach, aber ich habe mich dann Gott sei Dank auf die Literaturwissenschaft spezialisiert und hatte dann nur haufenweise Bücher zu lesen. Als Bücherwurm also ein Paradies für mich 😀

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  2. Hallo 🙂
    Ich habe deinen Beitrag gerade mit großem Interesse gelesen! Bin Studentin jetzt im 2. Semester und kann deine Tipps aufs vollste bestätigen *lach*.
    Habe auch kurz vor Studienbeginn alle Ordner schön verziert und jeden Tag mitgeschleppt 🙂 Großer Fehler, braucht kein Mensch!
    Bin auch Pendlerin und kann deine Meinung zu Powerbank und Laptop nur bejahen – ist aber sicher auch Situationsabhängig.
    Ich werde deinen Blog definitiv weiterverfolgen 🙂

    LG, Musikalinchen von http://www.phonixfeder.wordpress.com

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