Aus Überzeugung keinen Alkohol trinken – Wie man an seinen Prinzipien festhält

Ja, ich bin Studentin. Ja, ich trinke keinen Alkohol. So unvorstellbar ist die zweite Aussage aber gar nicht. Klischeehaft sind die Studierenden mit das besoffenste Volk das es so gibt. Zumindest wird uns das häufig nachgesagt. Bei manchen Leuten mag es auch stimmen.

Aber auch schon zu Schulzeiten, wenn die anderen Jugendlichen „zur Flasche griffen“. Habe ich eher daneben gegriffen… Mit der Einstellung keinen Alkohol zu trinken und auch nicht zu rauchen wird man leider häufig schneller ausgegrenzt, bevor man das Wort Alkohol überhaupt ausgesprochen hat.

Mit 14 habe ich die erste und einzige Erfahrung persönlich mit Alkohol gemacht. Mir wurde ein Mischgetränk angeboten, das ich überhaupt nicht mochte und dann – um nicht aufzufallen – immer wieder ins Gebüsch schüttete. Ich war damals mit einer Freundin und weiteren Leuten unterwegs. Und irgendwann war meine Freundin sehr betrunken. Sie hat sich total gruselig benommen, einen Hund getreten und konnte kaum noch geradeaus gehen. Zuhause hat sie die ganze Nacht geweint.

Einige Zeit später war ich mit einer Freundin bei einer Party, bei der trotz Verbot auch getrunken wurde. Einige Leute sind betrunken total ausgerastet und haben sich auf das übelste daneben benommen. Sie haben die Kontrolle verloren. Das hat mir Angst gemacht.

Aufgrund der Erfahrungen habe ich mir damals selbst eine Regel gesetzt, da ich niemals so die Kontrolle über mich verlieren wollte und auf der anderen Seite auch gar keinen Alkohol mochte. Ich trinke gar nicht. Und das habe ich bis jetzt auch so durchgezogen, auch wenn ich immer wieder erklären muss, warum ich nicht trinke. Mittlerweile ist zu meiner Überzeugung auch ein gesundheitliches Argument gekommen. Aber es ist kein Schutzschild oder ähnliches, das ist meine Überzeugung und wenn jemand damit nicht klar kommt, darf er mir gerne den Rücken zu drehen.

In meinem Freundeskreis trinken tatsächlich viele Leute gar nicht. Der „Ausgrenzungsgrund“ von damals ist also heute quasi vergessen und ich muss mich nicht immer erklären.

Wie steht ihr zu dem Thema? Gibt es auch eine Regel die ihr euch selbst gesetzt habt und durchzieht, egal was andere denken? 

Mehr zum Thema Selbstbewusstsein gibt es hier. Und mehr Denkanstöße hier.

Liebe Grüße.

Eure Anna

Autor: smiletime.bloggerin

Hallo, schön, dass Du auf meinem Blog vorbei schaust! Ich bin Anna, 21 Jahre und Studentin. Meine Heimat und mein Zuhause ist Münster (NRW, Deutschland). Aktuell studiere ich in Wilhelshaven (Niedersachsen, Deutschland). Ich pendel also häufig zwischen diesen beiden Städten. Euch erwartet auf meinem Blog abwechslungsreicher Content zu Selbstbewusstsein/Selbstwert, Motivation, Travel, Rezensionen und die ein oder andere Kleinigkeit zu kreativen Themen. Im Fokus stehen die Motivation und das Selbstbewusstsein! Ich möchte dich inspirieren und zum Lächeln bringen.

4 Kommentare zu „Aus Überzeugung keinen Alkohol trinken – Wie man an seinen Prinzipien festhält“

  1. Ich bin zwar so einige Semester älter als Du, aber zu Deinen Fragen möchte ich Dir gern antworten, weil mich das Thema auch sehr bewegt und ich es obendrein für sehr wichtig halte.

    Also:

    Ich trinke sehr wenig Alkohol. Und wenn dann nur in wirklich kleinen Mengen.

    Wenn ich denn mal auf einer Feier bin, was grundsätzlich (aus anderen Gründen) eher selten ist, dei es auch „nur“ ein geburtstag, trinke ich so wenig, dass es eigentlich immer „auffällt“. Immer wieder werde ich dann gefragt, warum ich denn nicht noch was trinken wolle, es würde doch erst gerade ein bisschen lustig werden usw. – Manchmal gibt es auch Sprüche, die ich gar nicht mag, weil ich mich einfach nicht dauernd dafür rechtfretigen möchte, dass ich kaum etwas trinke.

    Ich kann mit betrunkenen Menschen nicht umgehen. Der Verlust ihrer Selbstkontrolle verunsichert mich total bevor es zu einem wirklichen Kontrollverlust wird. Und wirklich betrunkene Menschen machen mir sogar Angst. – Ich möchte auf keinen Fall so sein, ich möchte wissen, was ich sage, eine Feier hat für mich sehr wenig mit „Trinken“ zu tun.

    Ich weiß nicht, wie es ist, einen „Filmriss“ zu haben oder so „schön lustig“ zu sein – und das zuz erfahren, darauf lege ich auch gar keinen Wert.

    Mit manchen meiner Verwandten habe ich es mir deshalb mittlerweile wohl ziemlich verdorben. Aber auch das nehme ich in Kauf. Ich möchte ich sein und bleiben. Und ICH ist kein Alkohol.

    Deine Haltung finde ich großartig, liebe Anna. Ich weiß, dass sie oft belächelt oder auch nicht verstanden wird.
    Schön, dass Du offenbar Freunde und Bekannte hast, die Dich, so wie Du bist mögen, respektieren und vielleicht sogar unterstützen.

    Ja, soweit mein Statement:

    Ganz viele liebe Grüße an Dich!

    P.S. Das neue Foto von Dir ist ein sehr schönes. Sowohl von der Machart her als auch deshalb, wie Du darauf getroffen bist. Ein ganz ernst und seriös gemeintes Kompliment dafür an Dich! 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber.

      Schade, dass Du keine guten Erfahrungen machen konntest. Mir machen Menschen im „Vollrausch“ auch Angst. Ich finde es auch nicht gut, dass das immernoch so ein großes Problem ist und viele Leute unverständlich reagieren, wenn jemand nicht trinken möchte.

      Vielen lieben Dank auch für das Feedback zu meinem Foto! Dankeschön!

      Liebe Grüße,
      Anna

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Anna,

    Ich hatte zum Glück früher einen Freundeskreis, der sich ebenfalls garnicht für Party und Trinken begeistern konnte. Jetzt in der Uni ist es zum Glück ähnlich!
    Ich muss sagen, ich habe mich schon inmer etwas über diejenigen lustig gemacht, die sich trafen mit dem einzigen ZIEL, danach betrunken zu sein…SEEEHR kreativ…:)
    Ab und zu einen kleinen (!!!) Schluck in geselliger Runde finde ich nicht schlimm, aber bei solchen Gelegenheiten darf man den Alkohol ja auch ablehnen, wenn man nicht möchte.
    Und von wirklich Betrunkenen halte ich mich auch lieber fern *grusel*

    Lg, Musikalinchen

    Gefällt 1 Person

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